#GemeinsamDurchatmen
#GemeinsamDurchatmen
Der August war bei KO ein Monat zwischen politischem Engagement, wichtigen vereinsinternen Entscheidungen und ganz viel Gemeinschaft. Gleichzeitig haben wir die etwas ruhigere Zeit genutzt, um durchzuatmen, Kraft zu sammeln und den Blick nach vorne zu richten. Denn auch wenn nicht jeden Monat alles laut sein muss: Hinter den Kulissen geht unsere Arbeit weiter.
Und wir haben einiges, auf das wir zurückblicken können.
Endlich: Satzungsänderungen beschlossen
Am 27. August haben wir unsere außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten. Auf der Tagesordnung stand diesmal nur ein Punkt: die Satzungsänderungen, die vom Finanzamt angeregt bzw. verlangt wurden.
Die Änderungen wurden von unseren Mitgliedern beschlossen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt geschafft.
Ganz fertig sind wir allerdings noch nicht: Jetzt folgt noch die notarielle Beglaubigung, anschließend reichen wir die Änderungen beim Registergericht ein. Und dann ist dieser Teil hoffentlich endgültig erledigt.
Danke an alle Mitglieder, die dabei waren und den Prozess mit uns gegangen sind!
KO-Community-Wochenende 2026: Ein Wochenende voller Gemeinschaft
Vom 20. bis 23. August fand unser diesjähriges KO-Community-Wochenende statt. Vier Tage lang konnten Betroffene sexualisierter Gewalt im Diversity Lab am Großen Glubigsee zusammenkommen, sich austauschen, Workshops besuchen, neue Menschen kennenlernen oder einfach eine Auszeit vom Alltag nehmen.
Für uns ist dieses Wochenende jedes Jahr etwas ganz Besonderes. Es geht nicht nur um Workshops und Inhalte, sondern vor allem um Begegnung, Vertrauen, Gemeinschaft und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Wir sind unglaublich dankbar für alle Teilnehmer*innen, die diesen Ort mit Leben gefüllt haben, und für alle Menschen, die das Wochenende vorbereitet, begleitet und ermöglicht haben.
Wir gehen erfüllt aus diesen vier Tagen und freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr.
Hier könnt ihr euch unser Recap-Reel anschauen.
Unser Aufsichtsrat stellt sich vor: Merle Zander
Wie bereits in den letzten Monaten, stellen wir euch ein Mitglied unseres Teams vor. Diesmal ist es Diemal Merle Zander, die sich bei uns im Aufsichtsrat engagiert.
Merle ist Growth & People Lead und Mediendesignerin. Gleichberechtigung begleitet sie schon lange und ist für sie eine persönliche wie politische Herzensangelegenheit.
„Dass Frauen in so vielen Bereichen als ‚Abweichung‘ behandelt werden, zeigt, wie tief strukturelle Benachteiligungen verankert sind.“
Als Mutter von zwei Töchtern und selbst Betroffene sexualisierter Gewalt möchte Merle sich dafür einsetzen, dass Menschen frei von Angst, Diskriminierung und Gewalt leben können. Besonders wichtig sind ihr Aufklärung, Prävention und eine Rechtsprechung, die die Verantwortung nicht bei Betroffenen sucht.
Der Mut von Gisèle Pelicot hat sie dabei besonders beeindruckt und bestärkt, selbst aktiv zu werden. Für Merle ist klar: Die Scham muss die Seite wechseln – weg von den Betroffenen, hin zu den Täter*innen.
Wir freuen uns sehr, Merle mit ihrer Perspektive und ihren Erfahrungen bei KO dabei zu haben. Schön, dass du da bist!
Forschung zu K.O.-Tropfen: Deine Erfahrungen sind gefragt
Ein Forschungsteam des Masterstudiengangs Gesundheitsförderung und Prävention an der Universität Bremen untersucht, welche Erfahrungen Menschen mit Hilfsangeboten nach K.O.-Tropfen bzw. Drink Spiking gemacht haben – und warum Angebote möglicherweise nicht genutzt wurden.
Gesucht werden Personen ab 18 Jahren, die selbst K.O.-Tropfen bzw. Drink Spiking erlebt haben oder dies bei einer nahestehenden Person miterlebt haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob GHB, Alkohol oder andere betäubende Substanzen im Spiel waren.
Die Teilnahme ist anonym und dauert etwa 5 Minuten.
Hier geht es zum anonymen Fragebogen
Wer lieber an einem vertraulichen Interview teilnehmen möchte oder Fragen zum Projekt hat, kann sich an forschungsprojekt-k.o.tropfen@uni-bremen.de wenden.
Weitere Informationen gibt es unter: https://frauen.bremen.de/spiking
Wir freuen uns, wenn ihr die Studie in euren Netzwerken teilt und damit dazu beitragt, Hilfsangebote für Betroffene langfristig zu verbessern.
Gemeinsam für einen Frauenplatz in München
Auch im August waren wir politisch aktiv: Gemeinsam mit rund 100 Münchner Organisationen und Initiativen haben wir den Aufruf „Gemeinsam für einen Frauenplatz als Gedenk-, Informations- und Aktionsort gegen patriarchale Gewalt und Femizide“ unterstützt.
Am 13. August wurde der gemeinsame Aufruf am Frauenplatz an Oberbürgermeister Dominik Krause übergeben.
Wir unterstützen die Idee eines Frauenplatzes als Ort des Erinnerns, Sichtbarmachens und Handelns. Er soll an Betroffene patriarchaler Gewalt und Femizide erinnern, über die strukturellen Ursachen geschlechtsspezifischer Gewalt informieren und Raum für Austausch und gesellschaftliches Engagement schaffen.
Dass sich inzwischen so viele Organisationen diesem Anliegen angeschlossen haben, zeigt: Wir müssen patriarchale Gewalt sichtbar machen – und wir müssen gemeinsam Räume schaffen, in denen Erinnerung, Aufklärung und Veränderung stattfinden können.
Mehr Informationen zum Bündnis und zum Aufruf findet ihr hier.
Beratungsangebot für Betroffene und Angehörige
Wir möchten euch auf ein neues Beratungsangebot von Markus Nau aufmerksam machen. Markus ist Diplom-Sozialpädagoge, hat einen Master in Angewandter Ethik im Gesundheits- und Sozialwesen und befindet sich aktuell in der Weiterbildung zum Traumapädagogen und Traumafachberater.
Das Angebot richtet sich sowohl an Betroffene von Traumatisierungen als auch an Partner*innen und Angehörige. Im Mittelpunkt können beispielsweise Fragen rund um den Umgang mit traumatischen Erfahrungen, Beziehungen und die eigenen Handlungsmöglichkeiten stehen.
Die Beratung kann einmalig oder über einen längeren Zeitraum stattfinden – je nachdem, was gebraucht wird. Sie ist in München vor Ort oder bundesweit online möglich.
Für den Abschluss seiner Weiterbildung sucht Markus aktuell noch eine Person für eine Beratung. Im Rahmen der Weiterbildung wird der Beratungsfall anonymisiert in einem Kolloquium mit seinem Ausbilder besprochen. Die Klient*innen nehmen daran nicht teil und werden von Anfang an transparent darüber informiert. Die Zustimmung zur anonymisierten Fallbesprechung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Markus bringt langjährige Erfahrung aus der geschlechterreflektierten Jugendarbeit, Männer- und Väterarbeit sowie der Hochschul- und Weiterbildung mit. Sein Beratungsangebot entstand auch aus seiner persönlichen Erfahrung als Partner einer Überlebenden sexualisierter Gewalt.
👉 Mehr Informationen:
https://www.traumaberatung-muenchen.de/
📩 Direkter Kontakt: nau@posteo.de
Hinweis: Das Angebot ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Der August hat uns gezeigt, dass beides seinen Platz haben darf: Kraft schöpfen und weiterkämpfen. Wir nehmen die Energie aus diesem Monat mit und freuen uns auf alles, was vor uns liegt.
Danke, dass ihr Teil unserere Community seid.
Euer Team von KO – Kein Opfer e.V. 💜
